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Warum "Experten-Content" auf LinkedIn niemanden zum Kauf bewegt

Meinungsstück

Warum "Experten-Content" auf LinkedIn niemanden zum Kauf bewegt

Likes zahlen keine Rechnungen. Content konvertiert erst, wenn er ein schmerzhaftes Problem aufreißt, statt nur kostenlos Wissen zu verschenken.

Die Applaus-Falle

Du teilst "5 Tipps für ein besseres Mindset". Du erklärst den Zinseszins. Die Leute liken. Sie kommentieren "Toller Beitrag!". Und sie kaufen nichts.

Warum? Weil du sie informiert hast. Sie haben etwas gelernt, fühlen sich gut und scrollen weiter. Du bist die kostenlose Wikipedia. Das baut Reichweite auf, aber keine Kaufbereitschaft.

Schmerzverstärkung statt Lexikon

Content, der konvertiert, erzeugt Spannung. Er zeigt dem Leser nicht, was er tun soll. Er zeigt ihm, was er gerade falsch macht. Statt "So sparst du Steuern", schreibst du: "Warum dein Steuerberater dich dieses Jahr 15.000 Euro kostet (und wie du es merkst)".

Der Leser spürt Schmerz. Er fühlt Handlungsdruck. Das ist der Moment, in dem er Beratung sucht.

Informieren vs. Bewegen

Informierender Content schließt den Loop im Kopf des Lesers. Er ist befriedigt. Bewegender Content öffnet einen Loop. Er zeigt das Ziel, erklärt das "Warum" und das "Was", aber behält das "Wie" für die bezahlte Zusammenarbeit.

Du verkaufst die Implementierung, nicht die bloße Information.

Häufige Fragen

Darf ich gar keinen Mehrwert mehr teilen?

Doch. Aber der Mehrwert muss in der Perspektive liegen, nicht in der Anleitung. Verändere, wie dein Kunde über sein Problem denkt. Das ist der höchste Mehrwert.

Wie schreibe ich einen Hook, der konvertiert?

Sprich einen gängigen Fehler deiner Zielgruppe an. Beispiel: "Die meisten Finanzberater brennen aus, weil sie X tun. Hier ist, warum Y der einzige Ausweg ist."

Mein informierender Content hat viel Reichweite. Soll ich alles ändern?

Nein. Nutze eine 80/20-Regel. 80 Prozent deiner Posts bauen Reichweite auf. 20 Prozent sind harte, bewegende Direct-Response-Posts, die den Call-to-Action setzen.

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